Nachtzug nach Frankreich

Die französische Bahn SNCF hat im Jahr 2016 die Fahrpläne für ihre Nachtzüge stark zusammengestrichen. Obwohl manche Kürzungen mittlerweile wieder zurückgenommen wurden, gleichen die Nachtzugverbindungen eher einem zerrissenen Spinnennetz als einem funktionsfähigen System. Mit weiteren Änderungen ist jederzeit zu rechnen.

Das Hauptmanko für deutsche Bahnreisende: Es bestehen derzeit (fast) keine Verbindungen zum deutschen Schienennetz. Es ist also kaum möglich, unser Nachbarland mit einem durchgehenden Nachtzug zu bereisen.

Die Ausnahme: Moskau – Berlin – Paris

Dass es doch noch eine Verbindung gibt, ist nicht der französischen, sondern der russischen Staatsbahn RZD zu verdanken. Sie betreibt den „Transeuropean Express“, eine durchgehende (Nachtzug-)Verbindung zwischen der russischen und der französischen Hauptstadt – mit abendlichem Zwischenstopp in Berlin. 38 Stunden dauert die ganze Fahrt, die aber kaum ein Reisender in voller Länge auf sich nimmt. Immerhin: Glaubt man den Kritiken, lassen es die russischen Schlafwagen durchaus an nichts mangeln.

Bis an die Grenze: mit dem Urlaubs-Express

In bescheideneren Dimensionen, aber für Frankreichurlauber durchaus nützlich, ist der Bahntouristikexpress (BTE) unterwegs. Er fährt Bahnreisende einmal längs durch Deutschland von Hamburg bis ans deutsch-französische-schweizerische Dreiländereck. Kurz hinter der Stadt Lörrach beginnt Frankreich und das Elsass. Der Bahntouristikexpress lässt sich direkt beim Betreiber, aber auch über das Portal des Bahnunternehmens Urlaubs-Express buchen. Zwischenhalte sind auf dieser Nord-Süd-Route übrigens nicht vorgesehen. Dieser Nachtzug fährt mehrmals pro Woche, auch im Winter.

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